Dr.Gaensler

Es gibt immer wieder endodontisch behandelte Zähne, welche trotz mehrfacher Behandlungsmaßnahmen, weiterhin eine Entzündung um die Wurzelspitze herum aufzeigen.

Aus meiner Erfahrung der zurück liegenden Jahre, waren es stets Zähne, die zwar "optisch" am Röntgenbild keine schlechte Wurzelfüllung präsentiert haben, bei denen dann aber bei klinischer, orthograder Revision noch häufig nicht aufgefundene Kanäle waren, in denen infiziertes und nekrotisches Pulpengewebe der Auslöser der persistierenden Entzündung war.

Wünscht der Patient bei solchen, trotz mehrfacher Vorbehandlung, noch entzündeten Zähnen im Zweifelsfall - nach reichlicher Aufklärung - dennoch die Erhaltung, sollte nochmals an eine entsprechende Revision gegangen werden, und eben nach Quellen einer bestehenden Infektion in den Kanal- und Wurzelsystemen gesucht werden.

Es finden sich häufig auch neben nicht bearbeiteten Wurzelkanälen, Kanäle in denen einfach keine saubere Aufbereitung, Desinfektion und dichte Obturation bis an die Konstriktion, erfolgt war.

Bevor man einen solche chronisch entzündeten Zahn aufgibt, sollte nochmals eine Revisionsbehandlung durch einen spezialisierten, endodontischen Behandler gedacht werden. 

Dank des Dentalmikroskopes, und einem entsprechenden endodotnischen Erfahrungsschatz, ist es schon bei sehr vielen solcher "beherdeter" Zähne gelungen, doch noch eine Ausheilung der Entzündung zu erreichen.