Dr.Gaensler

Die Behandlung obliterierter Zähne, mit starker Wurzelkrümmung, ist Heute erfolgsversprechend machbar, wenn ein entsprechendes endodontisches Arbeitsprotokoll existiert.

Dazu gehört sich als Muss die Verwendung eines Dentalmikroskopes, denn feinste Kanaleingänge, die kalzifiziert sind, können weder mit dem blossen Auge noch mit der limitierenden Vergrößerung einer Lupenbrille (2 - maximal 5 fach) gesehen, geschweige denn bearbeitet werden.

Neben der vorsichtigen Handinstrumentation und Erkundung solcher gekrümmter Kanäle, stets mit angeklemmter elektrometrischer Längenbestimmung, sind die derzeitigen maschinellen Feilensysteme hervorragend geeignet, solche Wurzelkanäle vom infizierten Debris zu säubern und einen Gleitpfad für die Desinfektion und später dichte, dreidimensionale Obturation zu schaffen.

Unbedingt empfehlenswert ist das Schaffen des Gleitpfades, über eine vorsichtige Handinstrumentation, unter Verwendung entsprechender, durchsichtiger Gleitmittel, wie z.B. EDTA.

Sowohl eine Obliteration, Sklerosierung als auch eine starke Krümmung von Wurzelkanälen, stellen keine Kontraindikation für eine erfolgreiche Wurzelkanalbehandlung dar, wenn das Arbeitsprotokoll darauf abgestimmt ist.