Dr.Gaensler

Kurz und Prägnant:

Die qualitative Wurzelbehandlung unter Heranziehung eines Dentalmikroskopes, entsprechender spezieller Instrumenete und Techniken, durch einen darauf spezialisierten endodontischen Behandler, sowie reichlich Behandlungszeit, hat i.d.R. eine deutlich höhere Erfolgsprognose, als eine einfache, in wenigen Minuten durchgeführte Maßnahme an dem zu erhaltenden Zahn.

Ausführlicher:

Die Erfolgsquoten in der Wurzelbehandlungen sind sehr stark schwanken, abhängig von der verwendeten Methodik, dem Zeitaufwand, der technischen Austattung, dem Können und Erfahrung des Behandlers und vor allem dem Nichteinsatz/Einsatz eines Dentalmikroskops.

Schaut man sich wissenschaftliche Studien an, ergeben sich bei qualitativer Wurzelkanalbehandlung Erfolgsquoten von 90 - 98 %. Wird ein aufwendig wurzelbehandelter Zahn entsprechend dicht restauriert, kann er bei guter Mundhygiene und Betreuung durch den Hauszahnarzt, ein Leben lang in der Mundhöhle seine Funktion erfüllen.

Ist Erfolg versprechbar ? Kann es eine Garantie auf wurzelbehandlte Zähne geben ?

Es ist in der Medizin/Zahnmedizin nicht möglich, daß ein Behandler dem Patienten 100 % Erfolg verspricht.

Der Gesetzgeber hat in einer Reihe von Urteilen und Festlegungen klar gesagt, "daß Erfolg in der Medizin nicht geschuldet werden kann." Sehr wohl aber schulden wir als spezialisierte Behandler Ihnen als uns vertrauendem Patienten, die Gewissenhaftigkeit der Ausführung, die Hygiene, Sauberkeit, und den Einsatz aller zur Verfügung stehenden technischen Möglichkeiten.

Ich kann Ihnen darüber hinaus versprechen, daß ich mit meinem geschulten Team, meinem Können und der Erfahrung vieler Jahre, Alles daran setzen werde, Ihren "Wurzelzahn" individuell optimal zu behandeln, um in lebenslang zu erhalten.

Daß es auch keine 100 % Erfolg, selbst bei korrekter Vorgehensweise und dem Einsatz von Hightech gibt, ist auch der äußerst komplexen, inneren Anatomie des Zahnes geschuldet.

Bereits in den 20 er Jahren haben Forscher das Zahninnere von Backenzähnen (= Molaren), mit einem feinfließenden Harz ausgegossen, und nach Aushärtung des Harzes, den Zahn sozusagen weggeätzt.

Dabei zeigte sich ein höchst feinverzweigendes Wurzelkanalsystem, vergleichbar den Ästen eines Baumes oder einer wilden, zerklüfteten Fjordlandschaft. Die feinsten Kanälchen haben nur noch einen tausendstel Millimeter im Querschnitt.

Bei den in Deutschland üblichen "ausreichenden" Wurzelbehandlungen, war es lange so, daß es nach Definition der Sozialversicherung schon reichte, wenn die sog. "Wurzelfüllung" bis in´s untere Drittel ragte. Qualitätskriterien wie vollständige Entfernugn von totem, abgestorbenem Gewebe und infiziertem Wandmaterial, Desinfektion und dichte Abfüllung bis an die Wurzelkanalspitze heran, finden sich nicht in diesen ausreichenden Anforderungen.

Genau an der Stelle setzt aber der Anspruch des auf die qualitative, langfristige Wurzelkanalbehandlung spezialisierten Behandlers an:

Ich strebe es unter Anwendung aller zur Verfügung stehenden Techniken, Instrumente und Möglichkeiten an, das komplette auffindbare und bearbeitbare Wurzelkanalsystem, ins einer höchst fein verästelnden Komplexizität, von den Bakterien und dem infizierten Gewebe zu reinigen.

Die Erfolgszahlen liegen in meiner Praxis, retrospektiv betrachtet, bei erster Wurzelbehandlung des Zahnes, in einer Größenordnung von 95 - 98 %.

Nur ein sehr kleiner Prozent an Zähnen, zeigt eine weiterhin bestehende Entzündung. Das sind oftmals Zähne, die als Gegenreaktion auf die bakterielle Attacke, schon länger die Kanäle verkalkt und verengt hatten, und man als Behandler, selbst mit den feinsten Spezialfeilen, durch die im unteren Drittel völlig verkalkte Zone nicht mehr bis an die Wurzelspitze gekommen ist.

Man muss aber wissen, daß auf den letzten 3 mm der Wurzellänge im untersten Teil, ca 90 % aller mikroskopisch feinsten Wurzelkanälchen (Durchmesser um die 1/1000 mm) liegen.

In den wenigen Fällen, in denen die Wurzelbehandlung von oben noch nicht einen hundertprozentigen Erfolg gebracht hat, kann die gezielte mikrochirurgische Kappung der Wurzelspitze (= mikrochirurgische Wurzelspitzenresektion) die Methode der Wahl sein.

Auch beim Vergleich der konventionellen, "ausreichenden" Wurzelspitzenresektion zu der aufwendigen, mikrochirurgischen Wurzelspitzenresektion fällt auf, daß die Erfolgszahlen bei der normalen Wurzelspitzenresektion nur bei ca 50 %, die der mikrochirurgischen Wurzelspitzenresektion aber bei über 90 % liegen.

Ziel jeder Wurzelbehandlung, egal ob von der klinischen Krone her ( = orthograd) oder von der Wurzelspitze ( = retrograd) her, ist es, daß der Zahnlangfristig einwandfrei funktioniert.