Dr.Gaensler

Sind sog. Kariesbakterien in den ehemals gesunden Zahn eingedrungen, zersetzen sie die harte Zahnsubstanz. Wird dieser kariöse Defekt, der stetig größer wird, weder vom Patienten (oftmals ohne Schmerzen) noch vom kontrollierenden Zahnarzt bemerkt, sind die Bakterien nach einem längeren Zeitraum an der Nervenhöhle des Zahnes angelangt. 

Wenn sie sich in der Nervenhöhle vermehren, dann infizieren sie den kompletten Nerven und den oder die Wurzelkanäle bis an die Wurzelspitze. Das alles kann oftmals ohne Beschwerden für den Patienten geschehen.

In dieser Phase gehen dann die Bakterien über die Wurzelspitze in die Umgebung und lösen dort eine Entzündung des Knochens aus, die man als erfahrener Behandler im Röntgenbild als dunklen Fleck wahrnimmt.

Wenn nun der Patient mit relativ spät auftretenden Beschwerden den Zahnarzt aufsucht, kann dieser durch ein Röntgenbild, durch Klopfen am Zahn, sowie die klinische Inspektion den Schaden feststellen. Auch sollte eine sog. Vitalitätsprüfung des Zahnes mit Eisschnee gemacht werden.

Sprechen alle Befunde eindeutig dafür, daß der Zahnnerv bakteriell infiziert und evtl. sogar schon abgestorben ist, dann ist eine Wurzelkanalbehandlung notwendig.

Im Rahmen der qualitativen Wurzelkanalbehandlung, wird dann im Zahninneren, in allen auffindbaren Wurzelkanälen, die bakterielle Infektion ausgeräumt, sowie das betroffene, infizierte Nervengewebe entfernt und nach reichlicher Desinfektion der Kanalsysteme, eine dichte Wurzelfüllung in das Innere des Zahnes, bis an die Wurzelspitzen eingebracht.